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Kernspintomographie

Die Kernspintomographie (Magnetresonanztomographie, MRT) ist ein sehr modernes, hochsensitives Schichtbildverfahren und dient zur bildlichen Darstellung des Körpers ohne Röntgenstrahlen. Hierbei treffen Radiowellen, die in einem Magnetfeld erzeugt worden sind, auf den Körper, der die Signale zurückschickt (Echosignale). Die Echosignale werden von einer hochempfindlichen Antenne aufgefangen und im Computer ausgewertet.
mrt tomographie in der tierklinik Die Kernspintomographie ist sehr schonend für den Patienten. Die gewonnenen Bilder sind ebenso gestochen scharf und aufschlussreich wie Zeichnungen aus einem Anatomiebuch. Insbesondere Weichteile sind darauf derart kontrastreich wiedergegeben, dass sie mit bislang unerreichter Deutlichkeit zu erkennen sind. Zudem lassen sich diese Aufnahmen in jeder benötigten Ebene (sowohl quer als auch längs und schräg durch den Patienten) erstellen. Somit ist es möglich, eine Vielzahl von Veränderungen zu erkennen, die ohne dieses Verfahren nicht diagnostiziert werden können.

Wegen des hervorragenden Gewebekontrastes ist die Kernspintomographie grundsätzlich in der Diagnostik der Gelenke, der Muskulatur und anderer Weichteile sowie vor allem zur bildlichen Darstellung von Organen in knochenumschlossenen Körperhöhlen (z. B. Gehirn in der Schädelhöhle, Rückenmark im Wirbelsäulenkanal, Geschlechtsorgane in der Beckenhöhle) die Untersuchungsmethode der ersten Wahl. Auch die Darstellung der Hals- und Bauchorgane gelingt in hervorragender Weise.

Geräteabhängig variiert die Größe des Untersuchungsbereiches am und im Tier, das so genannte Field of view. Je größer das Field of view, desto größere Tiere können untersucht werden und desto größere Abschnitte des Tierkörpers können simultan dargestellt werden; dies verkürzt die Untersuchungszeit des narkotisierten Tieres und ermöglicht einen besseren Überblick über große oder lange Strukturen wie z. B. die Wirbelsäule. Die Tierärztliche Klinik betreibt ein Gerät, mit dem ein Field of view eingestellt werden kann, das wesentlich größer ist als das der meisten, in der Tiermedizin gebräuchlichen Geräte.

In der Tierärztlichen Klinik wird die Kernspintomographie seit dem Jahr 2001 angeboten. Damit gehört die Klinik zu den ersten Institutionen in Deutschland, die im Bereich der Tiermedizin diese Diagnostik durchführten. Entsprechend hoch ist der Grad an Erfahrung für dieses bei Tieren immer noch selten angewandte Verfahren; es wurden mittlerweile viele hundert Patienten untersucht.

Vorteilhaft für die in der Tierärztlichen Klinik zu untersuchenden Tiere ist zum einen die Tatsache, dass ein spezialisierter Tierarzt sie von Anfang bis Ende betreut. Leider werden in einigen anderen Institutionen zwar die klinischen Untersuchungen und die Narkosen durch einen Tierarzt, aber die kernspintomographischen Untersuchungen und Auswertungen von einem Humanmediziner, der nicht veterinärmedizinisch ausgebildet ist, vorgenommen; Kenntnisse über die Anatomie verschiedener Tierarten oder bei diesen, aber nicht beim Menschen vorkommende Krankheiten fehlen. Zum anderen kommt den Patienten in unserer Klinik zugute, dass alle bildgebenden Verfahren wie Röntgen, Ultraschall, Endoskopie, Computertomographie und Kernspintomographie von einem nach dem Studium speziell weitergebildeten Tierarzt mit staatlich anerkannter Zusatzbezeichnung Röntgenologie / Sonographie vorgenommen werden, also in „einer Hand“ bleiben; dies hat den Vorteil, dass die Entscheidung, welches Untersuchungsverfahren im konkreten Fall ihres Tieres das am besten geeignete ist, zusammen mit Ihnen von einem Fachmann getroffen wird, der seit Jahren auf allen genannten Gebieten praktisch arbeitet.

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