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Digitales Röntgen

röntgen in der tierklinik Das Wort Röntgen steht für den Prozess des Durchstrahlens eines Körpers mit Röntgenstrahlen. Röntgenstrahlen sind elektromagnetische Wellen, die einen Röntgenfilm schwärzen können. Wenn die Röntgenstrahlen durch den Organismus des Tieres gelangen, werden sie teilweise abgeschwächt. Die Abschwächung verändert das Bild auf dem Röntgenfilm. Der Grad dieser Abschwächung hängt vom Gewebe ab. Weichteilgewebe wie Fett, Muskeln und Haut absorbieren weniger, Knochengewebe dagegen mehr Strahlung. Daher wird ein Knochen auf einem Röntgenbild als weiße Struktur dargestellt.

In der Tierärztlichen Klinik wird digitales Röntgen praktiziert, d. h. die Röntgenaufnahmen liegen digitalisiert vor. Die Röntgenstrahlen schwärzen nicht mehr wie beim analogen Röntgen einen Röntgenfilm, sondern werden bei uns von einem elektronischen Detektor gemessen. Dieses neue, digitale Röntgenverfahren hat zahlreiche Vorteile gegenüber dem alten analogen Röntgen: Das digitale Röntgen erbringt eine Zeitersparnis, weil die aufwendige Entwicklung der Aufnahmen in der Dunkelkammer wegfällt. Zudem sind die umweltbelastenden Chemikalien, die früher für die Entwicklung benötigt wurden, nicht mehr erforderlich; das moderne Verfahren leistet also einen Beitrag für den Umweltschutz. Die digitalen Bilder können jederzeit am Computer nachbearbeitet werden, so dass vorher noch notwendige Wiederholungsaufnahmen oft eingespart werden können. Dies vermindert die Strahlenbelastung des Patienten und der Menschen, die das Tier halten. Die Archivierung der Röntgenaufnahmen ist wesentlich erleichtert; während vor der Einführung des digitalen Röntgens in der Klinik weit über dreihunderttausend Aufnahmen gelagert werden mussten und durch Fehler beim Einsortieren Bilder für immer unauffindbar waren, können heute in Sekundenschnelle alle Bilder wieder aufgerufen und an jedem Computer in der Klinik angesehen werden. Die Bilder Ihres Tieres können jetzt – falls erforderlich auch mehrfach – auf eine CD-Rom gebrannt oder per Email verschickt werden.

Der Körper des Tieres ist ein dreidimensionales Objekt, das auf einem zweidimensionalen Bild dargestellt wird. Ein Röntgenstrahl durchläuft oft mehrere Organe, ehe er auf den Röntgenfilm oder Detektor trifft. Die Abschwächungen dieses Strahls durch die einzelnen Gewebe summieren sich daher. Deshalb spricht man auch vom Summationsröntgen im Gegensatz zum Schichtröntgen (Computertomographie). Vorteil des Summationsröntgens ist eine gute Übersichtlichkeit der erzeugten Bilder, Nachteil ist die Überlagerung verschiedener Strukturen, die die Detailerkennbarkeit und die Möglichkeit der Zuordnung in der 3. Dimension herabsetzt. Die Röntgenuntersuchung steht deshalb oft am Anfang einer Diagnostik, wird in der Tierärztlichen Klinik aber nicht selten durch weitere bildgebende Verfahren wie die Ultraschalluntersuchung, die Endoskopie, die Computertomographie oder die Magnetresonanztomographie ergänzt.

Je nach medizinischer Fragestellung werden ihrem Tier evtl. vor oder bei der Röntgenuntersuchung Kontrastmittel verabreicht. Manche Strukturen, die sich normalerweise nicht abgrenzen lassen, können so hervorgehoben werden. Zum Teil lässt sich mit einem Kontrastmittel auch die Funktion eines Organsystems darstellen (z. B. bei der Ausscheidungsurographie die Funktion der Nieren im Seitenvergleich)

Bei der Röntgendurchleuchtung wird die aus dem Körper austretende Röntgenstrahlung von Detektoren auf einem Fernsehmonitor digitales röntgen hund tiere nicht als Standbild sondern als bewegtes Bild dargestellt. Der Tierarzt kann auf diese Weise funktionelle Abläufe im Körper (z. B. Schluckvorgang, Kontrastmittelentleerung aus dem Magen, Kontrastierung im Herz-Kreislauf-System) oder invasive Maßnahmen (z. B. Entfernung eines Fremdkörpers aus der Speiseröhre mit einer speziellen Zange, Entnahme von Rückenmarkswasser aus der Wirbelsäule mit einer Kanüle) kontinuierlich auf dem Bildschirm beobachten.

Routineröntgenuntersuchungen wie die HD (Hüftgelenksdysplasie)- und die ED (Ellbogengelenksdysplasie)-Röntgenuntersuchung werden in der Tierärztlichen Klinik nach Terminabsprache durchgeführt. Bitte bringen Sie zu Ihrem Termin die Ahnentafel Ihres Hundes und das im Kopfbereich ausgefüllte und unterschriebene Röntgenformular mit.

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