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Vögel und Reptilien

Krankheiten von Vögel und Reptilien Die meisten Vögel und Reptilien gehören zu den Tierarten, die im Krankheitsfall zunächst keine oder nur wenig Symptome zeigen, um das vögel in der tierklinik Interesse eines potenziellen Beutegreifers nicht zu erwecken. Diese Tatsache hat sich in mehreren Millionen Jahren Evolution entwickelt und ist auch bei vom Menschen gehaltenen Individuen noch zu beobachten, selbst wenn einige Arten schon seit vielen Jahren in Volieren/Käfigen/Terrarien gehalten und seit Generationen nachgezogen werden. Der Halter beobachtet erste Symptome häufig erst dann, wenn das Tier derart geschwächt ist, dass es die Krankheit nicht mehr verbergen kann. Die dann zu beobachtenden Symptome sind in den meisten Fällen unspezifisch; d.h., dass ein Symptom durch sehr viele unterschiedliche Ursachen ausgelöst werden kann. Da aber für eine erfolgversprechende Therapie i.d.R. nicht das Symptom sondern die auslösende Ursache bekannt sein muss, ist es nicht möglich, eine „Ferndiagnose“ zu stellen. Somit ist der Besuch beim fachkundigen Tierarzt (Vogelkundiger Tierarzt) unerlässlich.


Gesunde Ernährung für Vögel

Ernährung von Papageien und Sittichen

Leider fehlen bis heute noch immer einige Untersuchungen, die uns zeigen könnten, wie genau eine artgerechte (der Natur nahekommende) Ernährung von Papageien und Sittichen auszusehen hat. Trotzdem können wir aus dem, was bis heute bekannt ist, viele Rückschlüsse ziehen, die uns bei der Ernährung unserer gefiederten Freunde helfen.


Was fressen Papageien in freier Natur?

Wie bereits oben erwähnt, können wir diese Frage bis heute nicht für alle Papageien- und Sitticharten abschließend beantworten. Wir wissen aber, dass viele in der Obhut des Menschen gehaltene und gezüchtete Papageien- und Sitticharten nicht zu den Nahrungsspezialisten gehören, die sich nur von einem oder wenigen Futtermitteln ernähren. Vielmehr wissen wir recht genau, dass sie ein großes Spektrum an unterschiedlichen Futtermitteln zu sich nehmen.


Gesunde Reptilien Ernährung

Ernährung des Grünen Leguans

Was fressen Grüne Leguane in der freien Natur?

Grüne Leguane ernähren sich in der freien Natur fast ausschließlich von pflanzlicher Kost. Sogar Jungtiere, die in älteren Publikationen als „Gemischtköstler“ oder „Allesfresser“ beschrieben wurden, müssen nach neueren Erkenntnissen als (fast) reine Vegetarier angesehen werden. Nur ganz wenige Freilandbeobachtungen zeugen von der Aufnahme von Insekten. Diese muss somit als absolute Rarität angesehen werden. Blätter von Bäumen und Büschen stellen den Hauptteil der Nahrung dar. Des weiteren werden Blüten und Früchte (aber in deutlich geringeren Mengen) aufgenommen. Grüne Leguane nehmen sehr viele verschiedene Futterpflanzen zu sich. Der Unterschied zur menschlichen Eßgewohnheit besteht aber darin, dass die Tiere die unterschiedlichen Futtermittel nicht über einen oder einige Tage verteilt aufnehmen, sondern je nach jahreszeitlichen Angebot. So kann es passieren, dass die Tiere einige Tage bis Wochen nur eine bestimmte Futterpflanze fressen um dann auf eine andere „umzusteigen“.


Sind Landschildkröten „Allesfresser“?

Die meisten in der Obhut des Menschen gepflegten Landschildkröten sind von Natur aus überwiegend Pflanzenfresser. Auch wenn sie sehr gerne Hundekuchen und Dosenfutter (für Hunde oder Katzen) fressen, bedeutet dies nicht, dass diese Futtermittel gut für sie sind! Ebenso darf die Beobachtung, dass Landschildkröten sehr gerne Nacktschnecken fressen, nicht zu der Annahme verleiten, dass sie eigentlich doch „Fleischfresser“ seien. In den natürlichen Verbreitungsgebieten der Landschildkröten muss das Aufeinandertreffen einer Schildkröte und einer Nacktschnecke als ausgesprochene Seltenheit angesehen werden. Somit reduziert sich die Möglichkeit der Aufnahme dieser „Futtertiere“ in der freien Natur erheblich. Der „Aberglaube“, Tiere wissen was gut für sie ist und fressen nur das, was ihnen nicht schadet, hat schon vielen tausend Landschildkröten, die in der Obhut des Menschen gehalten wurden, das Leben gekostet.


Die meisten kleinen und mittelgroßen Echsen, die in Gefangenschaft gehalten werden, gehören zu den sich überwiegend von Insekten ernährenden Reptilien. Aufgrund des reichhaltigen Angebots an Futtertieren (Grillen, Heimchen, Wachsmaden bzw. Wachsmottenlarven, Mehlwürmer, sogenannte „Riesenmehlwürmer“ = Schwarzkäfer- bzw. Zophobalarven, Schaben, Asseln, usw.) des Zoofachhandels erscheint die Ernährung der Echsen nicht besonders schwierig. Leider zeigt die tägliche Praxis, dass der Schein trügt.


Wo liegen die Probleme?

Eines der Hauptprobleme bei der Ernährung von Echsen ist, dass die Tiere sehr oft mit „Monodiäten“ (d. h. es wird nur eine Futtertierart angeboten) versorgt werden. Dies entspricht keinesfalls den natürlichen Bedingungen der meisten Reptilien. Kein Futtertier (sei es auch noch so „optimal“ gezüchtet worden) kann alle Bedürfnisse der Terrarientiere in Hinblick auf Nährstoffgehalt und -zusammensetzung befriedigen. Als besonders kritisch in diesem Zusammenhang ist das Verfüttern großer Mengen von Mehlwürmern anzusehen. Mehlwürmer (die Larve des Mehlkäfers) sind sehr chitin- und fetthaltig und sind aus diesem Grund keineswegs als „Alleinfuttermittel“ zu verwenden. Sie sollten höchstens als „Leckerei“ bzw. als Futterergänzung eingesetzt werden. Gleiches gilt für Wachsmottenlarven (auch Wachsmaden genannt), die auch ausgesprochen fettreich sind. Auch wenn andere Futterinsekten als „hochwertiger“ einzustufen sind, sollten sie keinesfalls als alleiniges Futtermittel sondern immer im Wechsel verfüttert werden. Das zweite Problem der Futterinsekten ist, dass diese häufig eine „sehr lange Reise hinter sich haben“ bis sie endlich beim Terrarianer zu Hause (und somit bei den zu fütternden Echsen) ankommen. Da die Futterinsekten aber i. d. R. auf ihren langen Transportwegen selbst nur ungenügend mit Futter versorgt werden, müssen diese von ihren Reserven zehren und nehmen deutlich ab. Plastisch ausgedrückt könnte man sagen, dass viele verfütterte Insekten nur noch „leere Chitinhüllen“ darstellen. Unabhängig davon, ob nun eine einzelne oder mehrere verschiedene Insektenarten verfüttert werden, wird leicht ersichtlich, dass diese Futtertiere nicht mehr alle benötigten Nährstoffe sowie Mengen- und Spurenelemente für unsere Terrarientiere beinhalten und sich somit langfristig Mangelzustände ergeben.

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